
Im März 2020 entschied die FIFA, dass der Chinesische Fußballverband (CFA) Bruno Bini und seine Assistenten wegen der unrechtmäßigen Beendigung ihrer Verträge mit 1,1 Millionen US-Dollar und fast 500 000 US-Dollar entschädigen muss. Der CFA legte gegen die Entscheidung Berufung beim Internationalen Sportschiedsgerichtshof (CAS) ein, und im Januar 2021 entschied der CAS zugunsten von Bruno Bini.
Am 7. April dieses Jahres entschied die FIFA-Disziplinarkommission, dass der CFA seiner Verpflichtung zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von rund 1,6 Millionen Dollar nicht nachgekommen sei, und gab ihm 60 Tage Zeit, um dem Urteil nachzukommen. Am 13. Juni sagten die Medien voraus, dass Chinas Männer- und Frauenfußballmannschaften eine weltweite Sperre drohen könnte, aber ist das wirklich der Fall? Wang Qinbo, ein altgedienter Reporter von Sports Weekly, gab die Antwort: Nein.
Das Gerichtsverfahren in dieser Sache ist vollständig abgeschlossen und das Urteil ist rechtskräftig. Bini hat das Recht, die außergerichtliche Einigung zu akzeptieren oder abzulehnen. Gemäß dem Urteil muss CFA 1106.250 US-Dollar an Schadenersatz und Zinsen sowie 6.000 Schweizer Franken an Anwaltskosten zahlen.
Die FIFA-Disziplinarkommission räumte dem CFA eine Frist von 60 Tagen ein, um die Zahlungsfrage zu klären, und forderte beide Parteien auf, rechtzeitig Informationen über Überweisungen und Quittungen vorzulegen. Weigert sich die Kommission weiterhin, das Urteil umzusetzen, drohen dem CFA härtere Strafen, einschließlich einer weltweiten Sperre.
Im Urteil wird der 13. Juni jedoch nicht als endgültige Frist genannt, auch nicht die Geldstrafe von 30.000 Schweizer Franken, die nicht vor dem 13. Juni gezahlt werden muss. Somit steht die CFA noch nicht am Rande eines globalen Verbots, obwohl sie unter enormem Druck steht.










