
Egmond, der erst seit drei Monaten im Kader stand, war entscheidend für die Einführung einer aggressiven Angriffstaktik. Angesichts der deutlichen körperlichen und kräftemäßigen Überlegenheit Australiens war man entschlossen, mit einer Ein-Rücken-Offensivformation zu spielen, was das Spiel in ein Spannungsfeld aus Angriff und Verteidigung drängte. Egmonds tiefes Verständnis für die Mannschaft seines Landes ermöglichte es ihm jedoch, die Schwächen der Australier zu erkennen und Chancen auf den Flügeln und im Strafraum zu schaffen.
Das erste Tor schien den traditionellen englischen Fußballstil widerzuspiegeln, mit der australischen Spezialität, den Ball über den Flügel zu spielen. Zugegebenermaßen waren wir etwas weniger körperlich als die Australier, aber wir hatten mehr Tempo und Ausdauer. Am Ende konnten wir das erste Tor dank unserer flexiblen Laufarbeit erzielen. Das zweite Tor entstand durch eine Nachlässigkeit des gegnerischen Mittelfelds, das die Lücke im Strafraum nicht effektiv verteidigte. Unsere Spielerinnen nutzten die Gelegenheit vor dem Strafraum und drangen mit einer Weltwelle erneut in das gegnerische Tor ein, so dass es 2:0 stand.
Trotz eines 0:0-Rückstandes ließ sich die chinesische Frauenfußballmannschaft nicht entmutigen und griff weiter an und zwang die australische Torhüterin zu Fehlern. Am Ende wurde der Sieg durch ein wunderbares Tor mit 3:0 besiegelt.
Nach dem Amtsantritt des neuen Trainers zeigte die chinesische Frauenfußballmannschaft im ersten Spiel bewundernswerten Kampfgeist sowie technisches und taktisches Niveau. Australien, einer der Favoriten auf den Titelgewinn, besiegte den Gegner in diesem Spiel, was zweifellos das Selbstvertrauen der Mannschaft stärkte. Ursprünglich war die Erwartung der chinesischen Frauenfußballmannschaft nur, unter die ersten Drei zu kommen und an der Weltmeisterschaft im Laufe des Jahres teilzunehmen. Vor dem Spiel gab Cheftrainer Edmonds jedoch eine kühne Erklärung ab und sagte, dass unser Ziel nicht nur die Weltmeisterschaft, sondern auch die Asienmeisterschaft sei. Diese Aussage wurde von vielen Medienvertretern in Frage gestellt. Ein 3:0-Sieg gegen die drittbeste Mannschaft Asiens, Australien, im ersten Spiel bewies jedoch, dass sie nicht arrogant war und nun der Favorit auf den Titelgewinn ist, woran niemand mehr zu zweifeln wagt.










