
Chinesische Fußballnationalmannschaft
Der Fußballverband kündigte kürzlich an, dass er ab dem 20. dieses Monats das Verfahren zur Entgegennahme von Interessenbekundungen von Regierungen für die Bewerbung um die Ausrichtung des Asien-Pokals 2023 einleiten wird. Gleichzeitig wird er dafür sorgen, dass die Bewerbung vor der von der AFC gesetzten Frist am 30. Juni formell eingereicht wird.
Ursprünglich sollte der Asien-Pokal 2023 in China ausgetragen werden, doch der chinesische Fußballverband (CFA) hatte keine andere Wahl, als die Austragungsrechte im Mai aufgrund der neuen Kronen-Epidemie aufzugeben, was die AFC dazu zwang, dringend nach einem alternativen Gastgeberland zu suchen. Die AFC forderte daraufhin die an der Ausrichtung des Turniers interessierten Länder auf, bis zum 30. Juni eine Absichtserklärung einzureichen, wobei der endgültige Ausrichter voraussichtlich im Oktober feststehen wird.
Am 2. Juni besuchte der südkoreanische Präsident Yoon Seok-yeol das WM-Stadion in Seoul, um sich das Aufwärmspiel zwischen Südkorea und Brasilien anzusehen. Beim Abendessen vor dem Spiel speiste Yoon Seok-hyup mit dem ehemaligen südkoreanischen Nationaltrainer Hiddink, dem Präsidenten des Fußballverbands Chung Mong-kyu und dem Geschäftsführer Lee Young-pyo. Als während des Gesprächs der von China abgesagte Asien-Cup 2023 erwähnt wurde, wies Yoon Seok-yeol sofort den Minister für Kultur, Sport und Tourismus, Park Bo-gyun, an, sich nach Kräften für die Ausrichtung einzusetzen.
Seit seiner Einführung im Jahr 1956 ist der Asien-Pokal das einflussreichste nationale Fußballturnier in Asien und wird alle vier Jahre ausgetragen. Südkorea gewann 1956 und 1960 den Titel, wurde aber seither nur viermal Vizemeister. Trotz seiner Erfolge bei der Weltmeisterschaft hat Südkorea bei dem asiatischen Turnier nicht die Erwartungen erfüllt. In südkoreanischen Fußballkreisen herrscht die Meinung vor, dass Südkorea nur durch den Gewinn des Asien-Pokals als echte asiatische Fußballmacht anerkannt werden kann. Durch die Ausrichtung des Asien-Pokals im eigenen Land würden die Chancen auf den Turniersieg erheblich steigen, wie schon im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2002 in Korea und Japan.










