
Nach dem Eingreifen zahlreicher Kräfte hat das Präsidium des FIFA-Rates entschieden, dass die Fußballaktivitäten des indischen Fußballverbandes (AIFF) mit sofortiger Wirkung eingestellt werden.
Die Leistungen der indischen Nationalmannschaft blieben hinter den Erwartungen zurück, woraufhin die indische Regierung das Jahresbudget des Fußballverbands kürzte und ihn aufforderte, seinen Schwerpunkt auf die Infrastruktur des Jugendfußballs zu verlagern. Im Mai dieses Jahres ging der Oberste Gerichtshof Indiens noch einen Schritt weiter und löste den Verband ganz auf, indem er einen dreiköpfigen Verwaltungsrat einsetzte, der sich um die Fußballangelegenheiten kümmerte. Nach der Änderung der FA-Satzung und der Durchführung der ersten Wahlen wurden die Funktionen des Verbandes im Wesentlichen vollständig übernommen, obwohl der Verwaltungsausschuss weiterhin im Namen des Verbandes handelte. Dies verstößt gegen das Verbot der FIFA, sich rechtlich und politisch in die Mitgliedsorganisationen einzumischen.
In ihrer Ankündigung machte die FIFA deutlich, dass das Verbot aufgehoben wird, wenn Indien die Anordnung zur Einsetzung eines Management-Komitees zurücknimmt und der Verbandsführung wieder die volle Kontrolle über die täglichen Angelegenheiten des Fußballs ermöglicht.
Dadurch musste die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft, die vom 11. bis 30. Oktober 2022 in Indien stattfinden sollte, auf Eis gelegt werden. Die FIFA prüft derzeit die weiteren Modalitäten für das Turnier und wird sie bei Bedarf dem Präsidium des Rates zur Diskussion vorlegen. In der Zwischenzeit steht die FIFA in ständigem Kontakt mit dem indischen Ministerium für Jugend und Sport und erwartet eine positive Wendung in diesem Fall.










