
Am 18. August fand das bedeutendste Ereignis der Branche in aller Stille im Sitzungssaal des Chelsea statt. Barbara Charon, eine Veteranin der Musikindustrie, trat im Juni in den Vorstand von Chelsea ein. In einem kürzlich geführten Interview erzählte Charon, wie sie zu Chelsea kam und was sie mit dem russischen Eigentümer Abu zu tun hatte.
Emotionale Funken: Chelsea lernt zum ersten Mal kennen
In den späten 1970er Jahren kam Charon nach England und wusste nichts über Fußball. Ihre erste Wohnung in London befand sich in der Sloane Street, nur zwei Meilen von der Stamford Bridge, der Heimstätte des FC Chelsea, entfernt. Während dieser gemütlichen Abende wurde sie süchtig nach Fußballspielen im Fernsehen und entwickelte allmählich eine Leidenschaft für dieses Spiel. Sie begann, öfter nach London zu fahren, um Spiele zu sehen, und ihre Liebe zu Chelsea wurde immer stärker. Seitdem hat sie fast jede Saison eine Dauerkarte für den FC Chelsea.
Der Ruhm der Abu-Ära
Als Abramovich zu Chelsea kam, änderte sich alles für immer. Die Mannschaft bekam bessere Spieler und Trainer wie Lampard, Drogba und Makelele. An den Tag, an dem sie in München die Champions League gewann, erinnert sich Charon lebhaft, denn das war zweifellos der glorreichste Moment ihres Lebens. Und die Reise zu den Bayern in jener Saison war ein großartiges Erlebnis. Die Fans der beiden Mannschaften hatten ein tolles Verhältnis zueinander, und das Einzige, was sie bedauerte, war die Tendenz der Fernsehsender, sie zu verärgern, wenn Bayern ein Tor erzielte. Als die Bayern in der 83. Minute in Führung gingen, hatte sie ihrer Freundin signalisiert, das Spiel zu verlassen, doch fünf Minuten später machte Drogbas Tor alles wieder gut. Es war eines ihrer denkwürdigsten Chelsea-Tore, zusammen mit Fernando Torres' brillanter Leistung gegen Barcelona, die sein Team schließlich ins Champions-League-Finale führte.
Ein neues Kapitel für den Verwaltungsrat
Charon kennt den Times-Journalisten und Chelsea-Fan Danny Finkelstein seit mehr als 20 Jahren. Finkelstein und Jonny Goldstein - Mitglieder des Burley-Konsortiums - wollen die beide Fans einladen, dem Vorstand beizutreten. Viele Vereine haben diese Initiative diskutiert, aber nur wenige haben sie in die Tat umgesetzt. Als Finkelstein Charon das Angebot unterbreitete, stimmte sie ohne zu zögern zu. Ihre erste Aufgabe bestand darin, Fanverbindungen auf offizieller und inoffizieller Ebene herzustellen - ein schwieriges Unterfangen. Und Burley, der neue Eigentümer, hat durch seine Offenheit für Ideen und seine positive Reaktion auf E-Mails beeindruckt.
Burleys Beziehung zu den Los Angeles Dodgers wurde vorbildlich, und die Hinzunahme von Jonny Goldstein wird dem Team helfen, auch außerhalb des Spielfelds zu wachsen. Wichtig ist, dass die Fans aktiv einbezogen werden und nicht nur am Spielfeldrand sitzen. Nach einer vier- bis fünfmonatigen Flaute sehen alle der Zukunft mit einer positiven Einstellung und Vorfreude entgegen. Auch wenn Charon nicht dem Vorstand angehört, ist sie als treuer Chelsea-Fan dennoch gespannt auf die Zukunft.
Ausblick auf die neue Saison
Charron freut sich auf die neue Saison sowohl für die Fußballmanager der Männer als auch der Frauen. Sie erwartet, dass die Herrenmannschaft in der Premier League unter die ersten vier kommt und in der Champions League gut abschneidet. Sie ist der Meinung, dass die Mannschaft über eine Reihe großartiger Spieler verfügt und dass die Verpflichtung von Sterling und Koulibaly eine kluge Entscheidung war. Cucurelia zeigte auch gegen Tottenham Hotspur eine gute Leistung und freut sich auf eine tolle neue Saison.










