Kürzlich sprach Lukaku im Podcast "Friends of Sport" über seine Abwesenheit aus der belgischen Nationalmannschaft und erzählte von seinem Weg und seinen Erwartungen für die Zukunft.

Seit der Europameisterschaft wurde Lukaku nicht mehr für die belgische Nationalmannschaft ausgewählt. In diesem Zusammenhang äußerte er seinen starken Wunsch, in die Nationalmannschaft zurückzukehren: "Ich möchte unbedingt die Leidenschaft wiederentdecken, für Belgien zu spielen, damit die Flamme der 'Roten Teufel' wieder in meinem Herzen brennt. Das nächste Ziel ist zwar die Weltmeisterschaft in zwei Jahren, aber im Moment scheint sie außer Reichweite zu sein."

Lukaku verriet auch seinen Wunsch, als Führungspersönlichkeit in die Nationalmannschaft zurückzukehren: "Ich möchte wirklich mit vollem Enthusiasmus und der Verantwortung einer Führungsrolle in die Nationalmannschaft zurückkehren. Aber wir müssen verstehen, dass der Sieg der Maßstab für alles ist. Wenn die Mannschaft nicht gewinnt, dann kann ich nicht glücklich sein. Das Einzige, was dieser Mannschaft fehlt, ist eine Siegermentalität, und die jungen Spieler haben einen weiten Weg zurückgelegt, aber es gibt noch viel Raum für Verbesserungen. Und das hoffe ich, ihnen vermitteln zu können."

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2022 äußerte sich Lukaku sehr emotional: "Ich wollte unbedingt für mein Land spielen, weil der Trainer und die Mannschaft mich brauchten. In diesem Moment berührte der Fußball wirklich mein Herz, eine Erfahrung, die ich seit 29 Jahren nicht mehr gemacht hatte. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in eine Depression verfallen würde, aber in dieser Zeit habe ich fast jeden Tag geweint, und selbst im Urlaub wurde ich dieses Gefühl nicht los. Thierry Henry (der damalige Stellvertreter von Trainer Roberto Martinez) rief mich dreimal am Tag an, um mich zu trösten. Meine Mutter und meine Kinder waren in Mailand, aber ich war nicht in der Lage, mich um sie zu kümmern. Ich musste das alles allein bewältigen und meinen inneren Frieden finden.

Lukaku erwähnte auch einen Wendepunkt in seiner Karriere: "Als Tedesco kam, dachte ich daran, aufzugeben. Aber er sagte mir, dass er mich braucht. Also ging ich nach Hause, sprach mit meiner Familie und beschloss, weiterzumachen. Aber nach den Spielen in Schweden und Deutschland hatte ich immer noch meine Zweifel".

Außerdem äußerte sich Lukaku zum Umgang mit dem Courtois-Vorfall: "Der Verband hätte die Situation besser handhaben müssen. In der ersten Pressekonferenz hätten sie Fragen zu Thibaut (Courtois) und diesem Vorfall ausdrücklich verbieten sollen. Der Trainer hat sich geäußert, aber das Eingreifen und die Führung durch den Verband sind ebenso wichtig. Es ist unverständlich, dass sich diese Angelegenheit immer noch hinzieht. Wie würde eine solche Situation in anderen Ländern gehandhabt werden?

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