
Howard Webb, Leiter der Premier League Refereeing Company, hat bei einem Auftritt im Podcast "Stick to Football" einen deutlichen Rückgang der Fehler des Videoassistenten-Schiedsrichters (VAR) in der Premier League in dieser Saison festgestellt. Laut Webb sind die VAR-Fehler in dieser Saison um 80 Prozent zurückgegangen, eine Verbesserung, die von einem unabhängigen Gremium bestätigt wurde.
Webb sagte: "Die Zahl der VAR-Fehler ist in dieser Saison um 80 Prozent zurückgegangen, und ich glaube nicht, dass wir die Erwartungen in Bezug auf den VAR sehr gut erfüllt haben. Wir haben erkannt, dass der VAR in offensichtlichen Situationen immer gut funktioniert - in Situationen, in denen man den Fehler auf einen Blick erkennen kann. Wir haben diese Situationen meistens sehr gut erkannt und die richtigen Entscheidungen getroffen.
Um die Genauigkeit des VAR weiter zu verbessern, hat die Premier League Refereeing Company ein unabhängiges Gremium aus ehemaligen Spielern eingesetzt. Dieses Gremium beurteilt wöchentlich jeden vom VAR verhängten Elfmeter, um dessen Fairness und Genauigkeit zu gewährleisten. Nach Angaben dieses Gremiums, das von der PGMOL (Premier League Refereeing Company) unabhängig ist, hat der VAR in dieser Saison nur zwei Fehler gemacht, im Vergleich zu zehn Fehlern im Vorjahr.
Webb teilte auch mit, dass sich die Verzögerungszeit bei VAR-Entscheidungen deutlich verbessert hat. In der letzten Saison betrug die durchschnittliche Verzögerung bei der Festlegung von Elfmetern durch den VAR 70 Sekunden pro Spiel, während sie in diesem Jahr auf 25 Sekunden reduziert wurde. Webb sagte dazu: "Wir haben uns verbessert, und das kann sich ändern, aber wir werden nicht selbstgefällig sein. Es ist mir sehr wichtig, dass die Strafen schneller werden, weil dadurch das Spiel besser fließt."
Auf die Frage, wie der Einsatz des VAR weiter verbessert werden kann, sagte Webb: "Ich sage den Schiedsrichtern, dass sie nicht zu lange darüber nachdenken sollten. Wenn ihr eine Situation seht, die aus dem Nichts kommt, dann schaltet euch ein. Aber wenn ihr zu lange darüber nachdenken müsst, es zu oft analysieren müsst, dann sagt 'check done', denn wir überlassen es dem Schiedsrichter auf dem Feld. Deshalb ist der Begriff 'Schiedsrichterentscheidung' sinnvoll, denn er unterstreicht die Autorität des Schiedsrichters auf dem Spielfeld bei der endgültigen Entscheidung."
Webbs Erklärung zeigt, dass die Premier League Refereeing Company erhebliche Fortschritte bei der Verbesserung der Genauigkeit und Effizienz des VAR gemacht hat. Diese Verbesserung trägt nicht nur zur Fairness des Spiels bei, sondern ermöglicht es auch den Zuschauern, die Flüssigkeit und Spannung des Spiels noch mehr zu genießen. In Zukunft, wenn die Technologie weiter verbessert wird und die Schiedsrichter mit dem VAR vertrauter werden, haben wir Grund zu der Annahme, dass die Strafen in der Premier League noch genauer und effizienter werden.










