
Einem neuen Bericht des "Telegraph" zufolge geht der "Bürgerkrieg" in der Premier League in eine neue Phase, da die Rivalen von Manchester City wegen der von der Premier League gegen sie erhobenen Vorwürfe möglicherweise eine Klage einreichen werden. Die Nachricht deutet darauf hin, dass sich die rechtlichen Probleme von City noch verschärfen könnten.
Berichten zufolge planen andere Vereine, Maßnahmen zu ergreifen, um sich das Recht vorzubehalten, eine Entschädigung zu fordern, da die Ermittlungen der Premier League wegen des angeblichen Verstoßes von City gegen die Finanzvorschriften andauern. Es wird erwartet, dass diese Vereine City im nächsten Monat eine rechtliche Mitteilung zukommen lassen werden, in der sie ihre Absicht bekunden, gegebenenfalls eine Klage einzureichen.
In der Premier League herrscht die Überzeugung, dass die Vereine handeln müssen, um ihre Interessen während des sogenannten "Jahrhundertprozesses" zu schützen. Klagen wegen Vertragsbruchs verjähren in der Regel nach sechs Jahren, und seit November 2018, als der Spiegel die angeblichen Verstöße von City aufdeckte, sind mehrere Jahre vergangen.
Manchester City hat stets bestritten, gegen die Regeln verstoßen zu haben, aber die Ermittlungen und Anschuldigungen der Premier League laufen schon seit langem. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Vereine in dieser Angelegenheit rechtlich beraten lassen, um eine fundierte Entscheidung über ihr weiteres Vorgehen zu treffen.
Diejenigen Vereine, die mit City um wichtige Trophäen und die europäische Qualifikation konkurrieren, könnten am stärksten gefährdet sein, wenn die unabhängige Kommission bei ihrer Untersuchung von mehr als 100 mutmaßlichen Verstößen ein schweres Fehlverhalten feststellt. Das endgültige Ergebnis wird jedoch von den Feststellungen der Kommission und dem Ausgang möglicher Berufungen abhängen, so dass das Verfahren mehrere Monate dauern könnte.
Ein Rechtsvorbehaltsschreiben wird in der Regel ausgestellt, wenn eine Partei von einem möglichen Vertragsbruch durch die andere Partei erfährt, aber es braucht Zeit, um die Möglichkeiten zu untersuchen und zu prüfen. Nach den Bestimmungen des Limitation Act von 1980 gilt eine Frist von sechs Jahren ab dem Zeitpunkt, zu dem die betreffende Partei von einem möglichen Vertragsbruch Kenntnis erlangt, innerhalb derer sie berechtigt ist, ein Verfahren einzuleiten. In Anbetracht der ständigen Dementis von City und der Tatsache, dass die Vorwürfe erst 2018 über den Spiegel ans Licht kamen, wird dieser Zeitpunkt jedoch wahrscheinlich unterschiedlich interpretiert und kontrovers diskutiert werden.










