
Über weite Strecken der 1990er Jahre war Real Madrid nach Barcelona der zweitgrößte Verein in La Liga, während Cruyffs "Dream Team" und später Van Gaals Barcelona die heimische Szene dominierten.
In dieser Zeit gewann Real Madrid 1998 die Champions League und wiederholte dieses Kunststück im Jahr 2000, womit eine 30-jährige Niederlagenserie in europäischen Wettbewerben beendet wurde, doch die Mannschaft brauchte dringend neue Kräfte.
Florentino hat versprochen, den Klub zu erneuern, und eines seiner Wahlkampfmanifeste ist es, jede Saison die besten Spieler der Welt ins Bernabeu zu holen.
Figo kam im Sommer 2000 für die damalige Rekordsumme von 10 Milliarden Peseten (62 Millionen Euro) vom Erzrivalen Barcelona zu Real Madrid und war damit der erste Einkauf von Florentino. Der Kauf von Figo war ein gutes Geschäft, und Real Madrid gewann in dieser Saison den ersten La-Liga-Titel seit vier Jahren.
Real Madrid setzte seine aggressive Jagd nach den besten Spielern der Welt fort und verpflichtete Zinedine Zidane von Juventus für eine weitere Rekordsumme: 150 Milliarden Lire (77,5 Millionen Euro).
In dieser Saison gewann der Klub seinen neunten Champions-League-Titel, wobei der französische Star im Finale gegen Leverkusen ein Tor erzielte, um Florentinos Politik der Extravaganz zu rechtfertigen.
In der darauffolgenden Saison holte der Verein einen weiteren weltberühmten Superstar in seinen Kader - den Ausländer Cristiano Ronaldo, den Big Lo für 46 Millionen Euro von Inter Mailand verpflichtete. In seiner Debütsaison bei Real Madrid schoss er 23 Tore und verhalf der Mannschaft zum 29.
Beckham kam 2003 von Manchester United und trat damit in die Fußstapfen von Big Law. Auch wenn Beckhams Talent nicht an das von Figo, Zinedine Zidane oder Big Law heranreicht, so ist er doch ein ehemaliger Europameister und Kapitän Englands sowie ein Selfmademan und Geschäftsmagnat, der in der ganzen Welt Anklang findet, wie Florentino bei der Verpflichtung des Mittelfeldspielers sagte.
Der nächste, der ins Bernabeu kam, war ein weiterer Engländer, Owen, der 2005 von Liverpool zu Real Madrid wechselte. Robinho und Ramos kamen ebenfalls 2005 ins Team und waren wahrscheinlich die letzten der ersten Galaktischen, da Florentino 2006 zurücktrat.
Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wurde der Begriff Galacticos schließlich zum Synonym für Real Madrid als Ganzes, neben Superstars wie Robert Carlos und McManaman sowie Raul und Guti in den Jugendmannschaften.










