In einem kürzlich geführten Interview erläuterte Tevas, der Präsident der spanischen Profiliga, seine entschlossene Haltung und die Maßnahmen, die er im Kampf gegen die Rundfunkpiraterie ergriffen hat. Um die gesunde Entwicklung der Sportindustrie zu erhalten, müsse man zweigleisig vorgehen und nicht nur gegen Raubkopierer vorgehen, sondern auch die Fans bestrafen, die sich Raubkopien ansehen.

Tevas wies darauf hin, dass die Übertragungspiraterie eine der größten Herausforderungen für die globale Sportindustrie ist und La Liga dadurch große finanzielle Verluste erleidet. Statistiken zufolge gehen pro Saison bis zu 700 Mio. EUR durch Raubkopien verloren, davon 300 Mio. EUR auf dem Inlandsmarkt und 400 Mio. EUR auf dem internationalen Markt. Diese Gelder sollten eigentlich den Vereinen zugute kommen, fließen nun aber in die Taschen der Raubkopierer, was den Interessen der Vereine ernsthaft schadet.

Die spanische Profiliga hat mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Piraterie zu bekämpfen. Tevas sagte, dass sie eine globale Razzia durchgeführt und eine Reihe von Unternehmen verklagt haben, darunter Google Inc. Sie haben Google mehrmals verklagt und gezwungen, eine Reihe von Raubkopien zu entfernen, da Google Inc. durch die Duldung von Piratensendern zu einem der Hauptprobleme der grassierenden Piraterie geworden ist. Diese Maßnahmen haben bis zu einem gewissen Grad das Wachstum von Raubkopien im Rundfunk eingedämmt.

Neben der Bekämpfung von Raubkopierern betonte Tevas auch die Bedeutung der Bestrafung von Fans, die sich Raubkopien ansehen. Er teilte mit, dass die spanischen Gerichte dank eines Urteils in der Lage waren, spezifische Informationen zur Identifizierung von Fans, die sich Raubkopien ansehen, zu erhalten und sie zu bestrafen. Das Bußgeld wurde auf 450,16 € festgesetzt, und die überwiegende Mehrheit der Fans akzeptierte das Urteil und zahlte das Bußgeld, so dass sie ihr Raubkopierverhalten einstellten.

Zu den Zukunftsplänen sagte Tevas, dass die spanische Profiliga die Möglichkeit in Betracht zieht, La Liga-Spiele in den Vereinigten Staaten auszutragen. Sollte sich dies verwirklichen, würden die Spiele in Miami ausgetragen werden. Er betonte aber auch, dass man, wenn man ein Spiel in den USA austragen wolle, in erster Linie die Meinung der teilnehmenden Vereine respektieren und die Mannschaften nicht zwingen werde, zu den Spielen in die USA zu reisen.

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