
In einem Interview mit DAZN stellte Bayern Münchens Geschäftsführer Eberl die Strafe des DFB gegen Ulreich als zu hart in Frage. Ulreich war in der vergangenen Woche vom DFB mit einer Sperre von einem Spiel in der Bundesliga und einer Geldstrafe von 20.000 Euro bestraft worden, nachdem er sich während des Bayern-Spiels gegen Leverkusen beleidigend über Leverkusens Sportdirektor Rolfes geäußert hatte.
Eberle sagte dazu: "Die Strafe scheint ein bisschen übertrieben. Schauen wir auf ähnliche Fälle in der Vergangenheit zurück, zum Beispiel hat De Bruyne einmal einen Balljungen beleidigt, aber er wurde nur mit einer Geldstrafe bestraft." Der Vorfall, auf den er sich bezog, ereignete sich 2015, als der für Wolfsburg spielende De Bruyne einen 16-jährigen Balljungen mit den beleidigenden Worten "Gib mir den Ball, du dummer X" beschimpfte, was nur zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro und keiner Sperre führte.
Eberles Äußerungen haben eine Diskussion über die Kohärenz der Disziplinarmaßnahmen im Fußball ausgelöst. Einige sind der Meinung, dass es einheitliche und faire Bestrafungsstandards für Spieler oder Trainer für ihr Verhalten auf und neben dem Spielfeld geben sollte. Dieses Mal scheint Ulreichs Strafe im Vergleich zu De Bruynes früherem Fall härter zu sein, was den FC Bayern München unzufrieden gemacht hat.
Es wurde jedoch auch darauf hingewiesen, dass die spezifischen Umstände eines jeden Falles unterschiedlich sind und keine einfache Analogie gezogen werden kann. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) berücksichtigt bei der Entscheidung über eine Bestrafung eine Reihe von Faktoren, darunter die Identität der betroffenen Person, die Schwere der Äußerungen und die gesellschaftlichen Auswirkungen. Obwohl sowohl Ulreich als auch De Bruyne mit Geldstrafen belegt wurden, sind die Umstände und die Konsequenzen, mit denen sie konfrontiert wurden, nicht genau dieselben.










