The Athletic schrieb kürzlich, dass Manchester United bei der Entscheidung über einen Trainerwechsel mehrere Faktoren berücksichtigen muss, insbesondere die Auswirkungen der wirtschaftlichen Dimension. Nach der 0:3-Heimniederlage gegen Tottenham Hotspur befindet sich United-Manager Jens Ten Hagar erneut in einer Führungskrise, und trotz Berichten, dass er die Rückendeckung der Vereinsspitze hat, lässt die aktuelle Form von United Außenstehende immer noch mit Fragen zurück.

Ten Hagars Vertrag bei United läuft erst in 21 Monaten aus, und es wird teuer, wenn der Verein beschließt, ihn zu entlassen. Wie bereits berichtet, verdient Ten Hagar 9 Millionen Pfund pro Jahr, aber sein Gehalt wurde gekürzt, weil er in dieser Saison die Champions League nicht erreicht hat. Obwohl die genaue Höhe der vertraglich vereinbarten Ablösesumme noch nicht feststeht, wird erwartet, dass die Entlassung von Ten Hagar United einen achtstelligen Betrag, möglicherweise sogar 16 Millionen Pfund, kosten wird.

Die Finanzen von Manchester United sind jedoch in den letzten Jahren angespannt. Obwohl der Verein mit Einnahmen, die die meisten Klubs in den Schatten stellen, nach wie vor ein Kraftpaket im europäischen Fußball ist, haben drei aufeinanderfolgende Jahre mit Verlusten dazu geführt, dass die Ausgaben nahe an die Obergrenzen der Premier League und der UEFA heranreichen.

Ten Hagar erklärte im Februar, dass United aufgrund der "Financial Fair Play (FFP)-Regeln" keine neuen Stürmer verpflichten konnte. Obwohl United betonte, nicht gegen diese Regeln verstoßen zu haben, überstiegen die Verluste vor Steuern bei weitem die Verlustobergrenze der Premier League von 105 Millionen Pfund über drei Jahre. Obwohl man Posten wie Investitionen in Jugendakademien, Frauenteams und Infrastruktur abziehen kann, steht United immer noch unter großem finanziellen Druck.

Der Abgang von hochbezahlten Spielern wie Martial und Varane wird United helfen, seine Gehaltskosten zu senken, und die Gesamtlohnsumme des Vereins wird aufgrund der verpassten Qualifikation für die Champions League sinken. Dies wird jedoch nicht den Rückgang der Einnahmen ausgleichen, den United als UEFA-Cup-Team hinnehmen muss. Hätte United Ten Hagar am Ende der letzten Saison entlassen, wären die Kosten aufgrund der kurzen Restlaufzeit seines Vertrags relativ gering gewesen, aber die Kosten für einen Trainerwechsel sind jetzt extrem hoch.

Die United-Hierarchie ist sich auch der potenziellen Kosten bewusst, die durch einen Leistungseinbruch der Mannschaft entstehen könnten. Die Champions League zum zweiten Mal in Folge nicht zu erreichen, wäre ein schwerer Schlag, insbesondere angesichts des erweiterten Turnierformats der UEFA und der höheren Preisgelder. Auch die Preisgelder aus der Premier League würden sich verringern, wenn die Mannschaft in der Liga weiter abrutscht.

Ratcliffe hat bereits im Sommer ein Entlassungsprogramm eingeleitet, um die Kosten zu senken, nachdem er der neue Chef von United geworden war. Die Kosten für die Entlassung von Ten Hagar könnten die Einsparungen durch die Entlassung von 250 Mitarbeitern aufwiegen, was United sicherlich vorsichtiger gemacht hat, was einen Wechsel im Management angeht. United muss ein Gleichgewicht zwischen finanziellem Druck und wettbewerbsfähiger Leistung finden, um eine möglichst fundierte Entscheidung zu treffen.

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