Zu Beginn der Saison waren viele skeptisch, was Kompany als Bayern-Trainer angeht. Doch Kompanys 4231-Formation erwies sich schnell als effektiv, denn die Bayern gewannen in der Liga und in der Champions League zwei Spiele in Folge und erzielten zuletzt 20 Tore in drei Spielen, was die Offensivkraft so stark machte, dass sie die Köpfe verdrehte. Trotz der eingeschränkten Wettbewerbsfähigkeit der Gegner sind Kompanys Bayern deutlich effizienter und stabiler als die Mannschaft der Tuchel-Ära, die auch einige Patzer zu verzeichnen hatte.
Angreifer wie Kane und Musiala spielen in der neuen Formation wie ein Fisch auf dem Trockenen, und Neuzugang Oliseh ist sogar noch beeindruckender und hat Sane direkt auf die Bank verdrängt. Die Mannschaft greift im Mittelfeld gut an, und das Zusammenspiel zwischen Seite und Zentrum ist hervorragend. Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Spielern im Mittelfeld zeigt das Mittelfeldduo Kimmich und Lemmerer nach wie vor eine starke Block- und Angriffsorganisation.
Leverkusen hat seinen Hauptkader aus der letzten Saison beibehalten und einige Neuzugänge zu verzeichnen. Die Offensivkreativität von Wiltz und die Leistungen der Flügelstürmer Frimpong und Grimaldo sind herausragend, aber in der Defensive hat die Mannschaft in jedem ihrer vier Ligaspiele in der neuen Saison ein Tor kassiert und sich gegen Mannschaften wie Borussia Mönchengladbach und Wolfsburg schwer getan, während sie zu Hause gegen Red Bull Leipzig eine Niederlage hinnehmen musste.
Leverkusens Außenverteidiger sind stark im Angriff und schwach in der Verteidigung und werden oft von den gegnerischen Mannschaften geschlagen. Die drei Innenverteidiger sind hervorragend im Abfangen von Flanken, aber ihr schlechtes Stellungsspiel bei Flanken ist ein Problem, das Alonso lösen muss. Boniface's Allround-Leistung und Wiltz' Zusammenarbeit machen Leverkusens Angriff ziemlich bedrohlich, aber in der Verteidigung muss das Team noch verstärkt werden.
Die 4231er-Formation der Bayern hat es ihren Mittelfeldspielern ermöglicht, wie ein Fisch auf dem Trockenen zu spielen, während Leverkusen, abgesehen von Wiltz und Bonifatius, meist routiniert und ohne Kreativität agierte. Die Bayern sind in dieser Saison aggressiv und offensiv, im Gegensatz zu der langsamen Beinarbeit im Mittelfeld in der letzten Saison.
Leverkusens schwache Flankengeber sind sowohl in der Offensive als auch in der Defensive stark, so dass sie gegen den Ansturm von Gnabry und Oliseh unter erhöhten Druck geraten. Häufige Rückzüge im Mittelfeld werden die Zahl der Konter reduzieren, und Fehler in der Ballbewegung aus der Innenverteidigung sind unter dem hohen Pressing der Bayern eher selbstverschuldet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Spiel zwischen Bayern und Leverkusen ein Kampf der Offensivkräfte sein wird, bei dem Kompanys 4231-Innovation und Leverkusens Flügelflanken-Taktik aufeinandertreffen werden. Die Aggressivität der Bayern und die Defensivprobleme der Leverkusener könnten den Ausschlag für die Richtung des Spiels geben.










