In einer Sky Sports-Sendung blickte der ehemalige legendäre Liverpooler Verteidiger Carragher liebevoll auf das Ende seiner Karriere zurück, insbesondere auf die schwierige Zeit, als er Liverpool fast verlassen hätte, weil er sich nicht damit abfinden konnte, ein Randspieler zu sein. Carraghers offener Austausch ließ die Fans noch einmal seine Liebe und Hingabe zum Fußball spüren.
Carragher gibt zu, dass er während seiner gesamten Karriere das Ziel hatte, in jeder Saison alle 50 Spiele für Liverpool zu bestreiten. Es war ein fester Glaube, der ihn dazu trieb, sich selbst herauszufordern, und er schaffte dies in neun Spielzeiten über einen Zeitraum von zehn Jahren ab 2000, nur in der Saison, in der er sich das Bein brach, gelang ihm dies nicht. Er sagt von sich selbst, dass er "alle drei Tage ein Spiel" spielt, und dieser Wille und diese Hingabe zum Spiel machten ihn zum Dreh- und Angelpunkt der Liverpooler Abwehrreihe.
Mit dem Alter und den Veränderungen in der Mannschaftsaufstellung musste Carragher jedoch auch feststellen, dass er allmählich zum Ersatzspieler wurde. Er sagte unverblümt, dass er es nicht akzeptieren könne, auf der Bank zu sitzen, ganz zu schweigen davon, dass er Zuschauer des Spiels sei. Sein starkes Selbstbewusstsein und seine Liebe zum Fußball führten dazu, dass er am Ende seiner Karriere eine Zeit der inneren Zerrissenheit erlebte. Doch glücklicherweise erhielt er Unterstützung und Ermutigung von seinem damaligen Trainer Rodgers. Rodgers riet ihm, durchzuhalten und nicht so leicht aufzugeben. Dank dieser Beharrlichkeit konnte Carragher am Ende der Saison auf das Spielfeld zurückkehren und seine Karriere perfekt abschließen.
Carragher hatte eine glänzende Karriere bei Liverpool, in der er 737 Mal für die Mannschaft auflief und damit der zweitmeistgespielte Spieler in der Geschichte Liverpools war. Er gewann nicht nur zahlreiche Auszeichnungen für die Mannschaft, sondern trug auch in entscheidenden Momenten zu den Siegen der Mannschaft bei. Besonders beeindruckend war Carraghers Leistung in der Champions-League-Saison 2004/05.
In der Zeit vor seinem Rücktritt gab Carragher zu, dass er sich unbehaglich und unwohl gefühlt habe. Er war besorgt, dass er im Spiel Fehler machen würde, und sogar besorgt, dass er im Training durch jüngere Spieler ersetzt werden würde. Aber es war diese Ehrfurcht vor dem Fußball und die strengen Anforderungen, die er an sich selbst stellte, die ihn eifrig und konzentriert bei der Sache hielten. Am Ende beendete er seine Karriere auf anständige Weise, ohne sich selbst zu bedauern.










