
Nach der Niederlage der Ukraine im ersten Spiel wurde Torhüter Lunin als Hauptverantwortlicher für die Niederlage angesehen, wobei das erste Gegentor eindeutig auf mangelnde Gelassenheit und fehlende Erfahrung im Spitzenspiel zurückzuführen war. Das zweite Gegentor war ebenfalls Lunin zuzuschreiben, der nicht mehr richtig reagieren konnte, was mit den vorangegangenen Fehlern zusammenzuhängen schien, die Mentalität wurde nicht rechtzeitig angepasst. Das dritte Tor war eher auf die Abwehrreihe zurückzuführen.
Lunin musste in diesem Spiel 3 Gegentore hinnehmen, von denen er 2 direkt selbst verschuldet hat, so dass man seine Leistung als schlecht bezeichnen kann. Seit seinem Wechsel zu Real Madrid im Sommer 2019 war Lunin zunächst für ein Jahr an den Liga-MX-Verein Oviedo ausgeliehen und kam seit seiner Rückkehr zu Real Madrid, das mit Thibaut Courtois bereits einen Torhüter der Spitzenklasse hat, nur zu wenigen Einsätzen.
Vor Beginn der Saison 2023/24 verletzte sich Courtois plötzlich schwer und Real Madrid verpflichtete daraufhin Kepa als Leihgabe von Chelsea. Doch auch Kepa verletzte sich in der Mitte der Saison und Lunin wurde zum Stammtorhüter von Real Madrid. Nach seiner Ernennung zum Stammtorhüter zeigte Lunin durchweg gute Leistungen und verhalf der Mannschaft zum Titelgewinn in La Liga. In einer Saison kassierte Real Madrid nur 26 Gegentore, die wenigsten aller La-Liga-Teams. Auch im Vergleich zu Inter Mailand (22 Tore) und Leverkusen (24 Tore) war er der beste Torhüter der fünf besten Ligen.
In der UEFA Champions League kam Lüning in mehreren Spielen zum Einsatz, insbesondere vom Achtelfinale bis zum Halbfinale, wo er die letzte Verteidigungslinie von Real Madrid bildete. Er leistete einen wichtigen Beitrag zur Mannschaft, indem er bei den Siegen gegen RB Leipzig, Manchester City und Bayern München mehrmals großartige Paraden zeigte. Im Champions-League-Finale stellte Real Madrid jedoch Courtois nach seiner Rückkehr von der Verletzung auf. Als Grund wurde damals angegeben, dass Lunin wegen einer Erkältung und Fieber nicht am Finale teilnehmen konnte.
Unabhängig vom Szenario der letzten Erkältung und des Fiebers scheint es nun, dass die Wahl von Courtois im Champions-League-Finale definitiv die richtige war, denn das Champions-League-Finale unterscheidet sich immer grundlegend von der vorangegangenen K.o.-Phase. Lunin scheint nicht in der richtigen Verfassung zu sein. Er hat bei seiner ersten Teilnahme an einem Spitzenwettbewerb wie der Europa League einen so schwerwiegenden Fehler begangen, zum großen Teil, weil er nicht ruhig genug war. Wäre Luzin im Champions-League-Finale eingesetzt worden, als Dortmunds Angriff in der ersten Halbzeit Real Madrid überrumpelte, hätte sich die Geschichte mit Karius wiederholen können.










